
Vor 15 Jahren hatte ich eine ganz normale Armbanduhr, die machte, was sie sollte: Die Zeit anzeigen! Seit einigen Jahren trage ich nun eine SmartWatch, die auch die Zeit anzeigt. Das ist jedoch nur ein klitzekleiner Teil – den Großteil machen scheinbar hilfreiche Funktionen aus. Doch sind diese wirklich nötig?
Sauerstoffsättigung, Blutdruck, Schlaf, Bewegung, Sonnenverlauf und Mondphasen , Wetter, Sprachmemos, Musik und vieles mehr – alles wird getrackt und es werden Trends und Optimierungsmöglichkeiten angezeigt.
In dieser schnelllebigen Zeit, in der wir uns so selten Zeit für Entspannung und Muse nehmen, trägt eine SmartWatch eher dazu bei, noch aktiver zu sein. Alleine die Schlafüberwachung kann dazu führen, nach dem aufwachen nicht zu spüren, ob es ein erholsamer Schlaf war oder die Müdigkeit noch anhält, sondern gleich mal auf die Uhr zu schauen und die Schlafqualität in Prozent zu sehen.
Ich habe nun für mich beschlossen, fast alle „Überwachungssysteme“ zu stoppen und mich wieder auf mein Gefühl zu verlassen. Und es tut mir so gut!
Einfach wie früher zu spüren, wann ich Ruhe brauche und mir diese Zeit zu gönnen.
Einfach wie früher einfach einmal die Zeit für ein Buch nehmen, ohne gleich zu tracken, wie lange ich für wieviele Seiten gebraucht habe.
Einfach wie früher Musik hören und selbst die Lieder zu wählen anstatt dies einer zufälligen Wiedergabe zu überlassen.
Einfach wie früher eine Freundin anrufen anstatt eine Textnachricht zu senden und dann auf die Antwort zu warten.
Einfach wie früher ins Bett gehen, wenn ich müde bin und nicht darauf warten, dass mir die Uhr die „Schlafenszeit“ inkl „Vorbereitungszeit“ anzeigt.
Was möchtest du von früher wieder erleben? Verrate es mir doch bitte in einem Kommentar.








