Ich hatte heute ein wunderbares Erlebnis und bin dankbar für das große Vertrauen in der Gether Backhendlstation. Nach einem sehr herzlichen Empfang und der Auswahl des Mittagessens wurde frisch gekocht – in der Küche war Hochbetrieb hörbar. Nach knapp zwei Stunden entspanntem Aufenthalt mit großartiger Aussicht, sehr gutem Essen und einem abschließenden Espresso war ich bereit für die Rückfahrt ins Gästehaus, in dem mich für die Seminarvorbereitung einquartiert hatte.

Also bat ich um die Rechnung und als ich in meinen Rucksack griff, stellte ich fest, dass meine Geldtasche nicht drinnen war. Oh, wie peinlich! Was sollte ich jetzt nur machen? Mit ratlosem Blick sah ich auf und sagte, dass ich die Geldtasche im Zimmer vergessen habe. Ich hörte ein „Dann kommen Sie eben wieder einmal“ und versprach, in spätestens einer Stunde wieder zurück zu sein. Ohne irgendwelche Sicherheiten zu hinterlassen, die ich auch nicht gehabt hätte (Führerschein, Zulassungsschein und Personalausweis sind im Seitenfach der Geldtasche / mein Mobiltelefon benötigte ich für die Routenplanung), fuhr ich also auf schnellstem Weg zurück ins Gästehaus. Auf dem Tisch lag meine Geldtasche und ich konnte mich wieder auf den Weg zurück machen.

45min später traf ich wieder ein und konnte meine Rechnung begleichen. Ich bedankte mich für das Vertrauen und das supertolle Mittagessen.

Dieses Erlebnis freute mich sehr, zeigt es doch, dass Vertrauen Fremden gegenüber auch in der heutigen Zeit noch möglich ist.

Es macht mich aber auch nachdenklich.

Wie entsteht Vertrauen? Manche sagen ja, Vertrauen müsse man sich erst einmal verdienen. Andere wiederum meinen, Vertrauen wird als Vorschuss gegeben und es muss schon einiges passieren, um es wieder zu verlieren.

Ich gehe grundsätzlich mit positiver Stimmung auf eine Person zu und versuche, ihre Lebensrealität nachvollziehen zu können. Daraus ergeben sich schon viele Möglichkeiten, um Misstrauen und Unverständnis von vornherein zu vermeiden.

Wie geht es Ihnen mit Vertrauen? Aus der Sicht der gebenden und aus der Sicht der empfangenden Seite!

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Zahlen bitte – und dann ist kein Geld dabei
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