Ordnungs-Challenge

Am Ende des Sommers habe ich wieder angefangen, meine Kästen und Laden auf den Kopf zu stellen. Die Gelegenheit war günstig, da durch die Umstellung auf die kältere Jahreszeit ohnehin ein Austausch der Kleidung stattfinden musste. Außerdem tut es mir gut, 2x im Jahr alles systematisch durchzugehen und auszumisten, was ich nicht mehr benötige. Meist findet sich jemand, der genau auf der Suche nach dem ist, das ich weggeben möchte.

Wollen auch Sie das Gefühl der Freiheit erleben, wenn Sie nur mehr Sachen um sich haben, die Sie tatsächlich brauchen?

Dann geht’s los mit der Checkliste:

Badezimmer

Besonders im Badezimmer sammeln sich jede Menge Pröbchen an, die darauf warten, endlich verwendet zu werden. Meist reicht die Menge gerade für eine Anwendung und so finde ich nicht heraus, ob mir das Produkt gefällt. Doch es gibt Freundinnen, die lieben solche Produktproben und ich kann sie regelmäßig damit versorgen. Nur Parfumproben behalte ich selbst, denn die sind so praktisch für die Handtasche.

Oder gibt es Sonnencremen aus den letzten Jahren, die ihre Wirkung zwar schon verloren haben, jedoch immer noch herum stehen? Dann weg damit!

 

Küche

Meine neue Küche hat viel Stauraum und es sind noch etliche Etagen in den Oberschränken leer (besonders dort, wo ich ohne Hilfestellung nicht ran komme). Nun habe ich mir das Eckkästchen vorgenommen, in dem Backformen und Glaswaren Platz gefunden haben. Vor einigen Jahren hatte ich die großartige Idee, alle trockenen Basislebensmittel in Gläser zu füllen. Das Projekt hat ein paar Monate angehalten und dann wurde es mir zu aufwändig. Nun stehen die teilweise nicht einmal verwendeten Gläser (ja, ich kaufe gerne größere Mengen ein) schon lange im Schrank und werden an neue Plätze vergeben.

Schälchen für Müsli, Salat, Vorspeisen habe ich in der Menge, dass ich das ganze Wohnhaus spontan versorgen könnte. Zum Glück wird immer wieder eines davon kaputt und somit reduziert sich die Anzahl etwas. Unbenutzte Schalen sind auch wunderbar dafür geeignet, mit Pralinen gefüllt verschenkt zu werden.

Nicht zu vergessen die Lebensmittel – ein Blick auf das Ablaufdatum verrät oft, dass deren Zeit schon lange abgelaufen ist. Doch sie müssen nicht gleich weggeworfen werden. Ein kleiner Geschmackstest hilft dabei, ob die Sachen, besonders trockene Lebensmittel nicht doch noch schnell verkocht werden können. Gewürze und Kaffee verlieren mit der Zeit ihren intensiven Geschmack, sind jedoch meist auch noch länger haltbar als das Datum darauf meint.

Ein Trick von mir: Ich schreibe bei Lebensmitteln, die ich nicht so oft verwende, auf einer Liste das Öffnungsdatum auf. Damit verliere ich nicht so schnell den Überblick und über die Jahre habe ich bemerkt, dass ich zudem bewusster einkaufe und nicht mehr auf großen Vorrat.

 

Wohnzimmer

So viele Möglichkeiten gibt es im Wohnzimmer ja gar nicht! Oh oh, ganz falsch! Da habe ich ein Sideboard mit zwei Boxen, in denen Mitbringsel, Kleinigkeiten und Geschenke landen, für die ich aktuell keine Verwendung habe. Mit der Zeit sammelten sich dort durchaus Alltagshelferlein wie Fächer (sind an heißen Sommertagen sehr wichtig), Glasperlen (im Coaching gut zur Visualisierung von Vor- und Nachteilen einer Idee verwendbar), Mini-Spardosen (eher als Briefbeschwerer an windigen Tagen geeignet) und viele mehr. Zusätzlich habe ich einige Rattanregale, deren Laden Schreib-, Mal- und Bastelwaren enthielten. Leider nicht gebündelt, sondern sehr verstreut. Nachdem ich alle Malsachen (Buntstifte, Wachsmalkreiden, Wasserfarben, Pastellkreiden) gesammelt hatte, brauchte ich zwei große Einkaufstaschen dafür. Zum Glück ist mein Patenkind sehr kreativ und freut sich über neue Sachen.

 

Schlafzimmer

Im Schlafzimmer stapeln sich Bettbezüge, Decken, Polster und Textilien, die nicht sooo oft verwendet werden. Da gibt es die Lieblingsdecke für Strand und Picknick, die ich schon seit 21 Jahren habe und die an den Rändern schon ausgefranst ist. Doch ich kann mich einfach nicht davon trennen, obwohl ich schon viel schönere, neuere Decken zu Hause habe.

Der Kleiderschrank ist immer wieder wichtig. Da geht es allzu schnell, dass einzelne Teile in den hinteren Bereich gedrängt und somit nie getragen werden. Mindestens 2x/Jahr widme ich mich meinem Kleiderschrank, also auf jeden Fall zum Saisonwechsel. Doch auch dazwischen macht es durchaus Sinn, „Inventur“ zu machen, bevor ich den klassischen Satz „Ich hab gar nichts anzuziehen!“ denke und auf Shoppingtour gehe.

 

Ordner – Papier

Wer kennt das nicht? Bei jeder Fortbildung, Tagung, Messe gibt es jede Menge Informationsmaterial, das im Moment unentbehrlich erscheint. Die erste Auslese erfolgt bereits bei der Rückkehr in die Wohnung, wenn ich die Sackerl ausräume und viele Prospekte darin finde, deren Inhalt ich weder beruflich noch privat nutzen kann. Bis zur zweiten Auslese vergehen dann schon einmal Monate bis Jahre. Doch dann ist es so weit. Spätestens dann, wenn ich ein weiteres Regal für neue Ordner brauchen würde.

Mit Hilfe der Scanner-App sind die Infos gesichert und auch mit der Suchfunktion rasch aufzufinden. Das reduziert Papier in meiner Wohnung und ich kann die Infos noch viel besser miteinander verknüpfen.

 

Ausmustern macht so viel Spaß!

Wenn es dann noch Leute gibt, die Sachen brauchen können, für die ich keine Verwendung (mehr) habe, freut es mich ganz besonders.

Wovon wollen Sie sich trennen?

Gibt es in Ihren Kästen und Laden oder auch ganz offen herum liegende Sachen, die Sie nicht mehr benötigen? Dann raus damit, gut durchlüften und tief einatmen. Geordnete Räume wirken auch ordnend auf die Gedanken und bringen Klarheit.

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