Mein Inneres Team

Mein Inneres Team* (Video) musste für die Interessens- und Zeitplanung wieder sehr aktiv sein. Ach, kann der Tag nicht einfach mehr Stunden haben? Doch halt – was wäre dann anders? Ich würde doch meinen Kalender prozentuell wieder genauso füllen und wieder über zu wenig Zeit klagen.

Kommt dir das bekannt vor? Hast auch du Zeiten, in denen du dich über mehr Stunden am Tag sehr freuen würdest? Hast du Tipps und Tricks für den Umgang mit der Einschränkung? Ich freue mich auf deinen Kommentar 🙂

Was ist nun mein Problem?

Ich habe seit 2007 meine Selbstständigkeit kontinuierlich ausgebaut – anfangs neben der Vollzeitanstellung. Dann habe ich das Verhältnis langsam verschoben, bis schließlich der Schritt in die volle Selbstständigkeit dran war.

Ja, ich hatte es geschafft! Endlich nicht mehr abhängig von festen Arbeitszeiten, Anweisungen von oben, Strukturen, in denen ich mich nicht entfalten konnte … Meine Freude war riesengroß und ich war mir so sicher, dass ich meine Wochenarbeitszeit perfekt einteilen würde.

Anfangs war das auch kein Problem. Da bestand keine Gefahr, lawinenartig von Aufträgen überrollt zu werden 😉

Doch mit der Zeit und zunehmender Bekanntheit stiegen die Anfragen und die Terminwünsche zogen meinen Zeitplan auseinander. Wollte die eine am liebsten gleich um 08.00 Uhr (besser noch um 07.00 Uhr) zur Supervision, konnte der andere erst abends nach einem langen Arbeitstag (vorzugsweise um 19.00 Uhr) zum Coaching kommen. Und was machte ich? Ich war flexibel in der Zeitplanung und so hatte ich zuletzt teilweise 13-Stunden-Tage. Die hatte ich in Anstellungsverhältnissen nie – da war meist nach 8-10 Stunden Schluss, vielleicht einmal eine Überstunde, doch das war’s dann auch.

Nun war es Zeit, das einmal zu überdenken

Neben all den Sätzen wie „Oh, ich bin schon spät dran!“ – „Schon so viele Nachrichten auf der Mailbox. Warum wollen so viele etwas von mir?“ gab es da auch „Mein Leben ist toll. Mir geht’s gut, ich bin gesund und glücklich. So darf es gerne bleiben!“ und „Ich habe jetzt das erreicht, was ich mir vor Jahren gewünscht habe 🙂 !“

Ja, ich bin dankbar für die Erfolge meiner Kund_inn_en, die auch mich zufrieden machen.

Ja, ich bin dankbar für Seminarteilnehmer_innen, die weitere Seminare besuchen und/oder zu Einzelstunden kommen, um sich individueller mit ihren Wünschen, Zielen und Sehnsüchten auseinander zu setzen.

Ja, ich bin dankbar für die freie Zeiteinteilung und dass ich auch ortsunabhängig arbeiten kann.

Nun habe ich mich also darauf konzentriert, meine freien Zeiten genauer anzuschauen und zu erkennen, wie ich diese verbringe. Und da sind sehr viele Sachen zum Vorschein gekommen, die Zeit fressen und mir das Gefühl geben, keine Zeit für mich zu haben.

Die letzten Wochen habe ich den bewährten Sonntagsausflug wieder begonnen. Da lerne ich neue Orte kennen und begebe mich nicht in Gefahr, wieder nur zu arbeiten.

Ganz fixe Arbeitszeiten würden mich selbst zu sehr einengen. Daher habe ich nun Monats- und Wochenplanungen. Die Monatsplanung gibt mir rasch einen Überblick, wann und wo ich Seminare halte, zu Team-Supervisionen raus fahre oder Besprechungen vereinbart habe. Die Wochenplanung geht dann ins Detail: Da kann ich – auch mit Blick auf den Wetterbericht 😉 – entscheiden, wann ich flexible Termine einplane.

*Das Modell wurde von Friedemann Schulz von Thun entwickelt und hilft dabei, innere Klärungs- und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Wir haben eine Vielzahl von Positionen, Meinungen, Interessen und die einzelnen Teile wollen koordiniert werden. So kommt es zu stimmiger Kommunikation – nach innen und nach außen.

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