„Sei kreativ und bring in 15min 5 brauchbare Ideen!“

Haben Sie eine ähnliche Aufforderung schon einmal gehört?
Wie haben Sie darauf reagiert?

Ich reagierte auf diese Aufforderung mit schnellrechnen: OK, das heißt also, dass ich pro Idee 3min Zeit habe. Dabei soll ich die unbrauchbaren und nicht realisierbaren Einfälle gleich mal aussortieren. – Durch diese Rechen- und Vordenkarbeit habe ich bereits 1min verschwendet. Bleiben also nur mehr 14min übrig.

Daraus habe ich gelernt, dass Kreativität Raum und Zeit benötigt. Sammeln ohne zu bewerten ist der erste Schritt zum Erfolg. Jede auf den ersten Blick noch so verrückte Idee wird notiert und für später festgehalten. Meiner Erfahrung nach entwickeln sich aus diesen Ideen später oft sehr gute und realisierbare Pläne.

Die kritische Stimme kommt noch früh genug zum Einsatz und dann werden die gesammelten Ideen nacheinander auf Umsetzbarkeit geprüft.

Ich habe ein kleines Heft, in das ich spontane Einfälle sofort eintrage. So kann ich bei Bedarf jederzeit darauf zurückgreifen. Oft bin ich ich erstaunt, wenn ich nachlese und bemerke, dass eine tolle Idee bereits vor langer Zeit ihren Anfang hatte.

Eine Auswahl an erprobten Kreativitätstechniken stelle ich in meinem Seminar „Kreativitätstechniken in Theorie und Praxis“ vor.

 

 

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Kreativität braucht Raum und Zeit
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