Bloß nicht aufgeben, sagte der Same und suchte sich seinen Platz zwischen den Pflastersteinen.
Ottilia Maag

COVID-19 ist gerade sehr aktiv

Es herrscht gerade große Unsicherheit, welche Maßnahmen greifen werden und welche noch hinzu kommen müssen, um COVID-19 tatsächlich unter Kontrolle zu bekommen. Es ist eine bisher unbekannte Krise in Österreich, mit der wir nur gemeinsam fertig werden können. Der jetzt vorhandene Ausnahmezustand wird bis 14.04. angenommen – danach wird es nicht mehr so sein, wie es war.

Meine geliebte Zeitplanung gerät gerade ordentlich außer Kontrolle: Die Uni schließt ihre Türen und somit ist meine Ausbildung pausiert, das Praktikum wurde auf Herbst verschoben und es gibt viele offene Fragen.

Wie geht es in meiner Praxis weiter?

Die gute Nachricht voran: Meine Praxis bleibt für Einzeltermine und Kleinstgruppen geöffnet!

Natürlich unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen: Sehr oft Hände waschen, Begrüßung durch winken, Einhaltung eines ausreichenden Abstandes und Verwendung von Desinfektionsmittel! Kaffee, Tee und Wasser gibt es weiterhin – jedoch ab sofort mit Selbstbedienung 😉

Wichtigkeit der Stabsarbeit und Infos an die Bevölkerung

Und in dieser Zeit zeigt sich unsere Regierung in den Pressekonferenzen außerordentlich verantwortungsbewusst und überlegt. Manche beklagen, dass uns immer strengere Maßnahmen nur häppchenweise präsentiert werden. Vor einigen Jahren war ich Teilnehmerin bei einer Stabsschulung und habe dort gelernt, dass es besonders wichtig ist, erforderliche Maßnahmen immer in Abstimmung mit der aktuellen Entwicklung zu treffen. Daher ist es eine sehr vernünftige Vorgehensweise, mit dem jeweils gelindesten und ausreichenden Mittel zu agieren.

Es braucht aber auch die Mithilfe von uns allen! Wenn weiterhin Lokale überfüllt sind, weil manche meinen, in großen Gruppen gemeinsam essen zu wollen, kann es zu Ausgangssperren kommen. Dann sind es aber nicht die ach so bösen Regierenden, die uns einschränken, sondern die nur konsequent darauf achten, dass sich das Virus möglichst nicht weiter unkontrolliert verbreitet.

Telefonate für besonders gefährdete Personen und Gruppen

Ein Teil meiner Arbeit ist die Betreuung von Familien mit schwerkranken Kindern. Da sind jetzt Entlastungsgespräche auch besser telefonisch zu führen – denn auch wenn ich keinerlei Symptome habe, könnte ich Überträgerin sein. Und die immungeschwächten Personen sind nun eine besonders schützenswerte Gruppe. Nur im Ausnahmefall werde ich auf Hausbesuch fahren. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass oft schon ein längeres Telefonat zur Beruhigung beiträgt und einige Sachen auch über E-Mail erledigt werden können.

Möglichkeiten des sozialen Kontaktes abseits von face to face

Jede/r von uns ist aufgerufen, nicht unbedingt erforderliche Kontakte einzuschränken. Das beliebte Kaffeetratscherl muss nun also über Telefon geführt werden – dennoch können beide mit ihrer Kaffeetasse auf der jeweils eigenen Couch sitzen und vielleicht auch über Videotelefonie in Kontakt sein.

Und dennoch: Gerade in einer solch unsicheren Zeit steigt auch die psychische Belastung und es gibt bereits einige Hotlines, die schon jahrelange Erfahrung in der telefonischen Begleitung haben.

Bei mir war es bisher nur in seltenen Fällen möglich – in dieser Situation biete ich jedoch auch Beratung via Telefon, Signal-Messenger-Telefonie und Zoom an, um Entlastung zu bieten und gemeinsam an Ressourcen und Strategien zu arbeiten.

Gesund sein – gesund bleiben
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