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In einem der vielen Bücher über Coachingtools habe ich schon mal von der Idee „Die 6 Denkhüte nach De Bono“ gelesen. So richtig vorstellen konnte ich mir die Arbeit damit jedoch nicht.

Dann erhielt ich die Möglichkeit, diese Technik in einer Fortbildung kennen zu lernen. Anfangs war ich auch hier überfordert mit der Vielzahl an Fragen.

So nach und nach lichtete sich durch die Gruppenarbeit der Nebel jedoch und in der Einzelarbeit zum Abschluss konnte ich mit Unterstützung einige neue Ideen entwickeln.

Worum geht es denn nun eigentlich? In einer Gruppendiskussion bewegen sich alle TeilnehmerInnen gleichzeitig von einem Bereich zum nächsten. Das schafft Ordnung und Sicherheit. Emotionen dürfen natürlich sein, eine ständige Vermischung wird jedoch durch die einzelnen Phasen vermieden.

Die Moderatorin / der Moderator führt durch den Prozess, dokumentiert die Aussagen der Teilnehmenden, schafft Ordnung. Sie / Er trägt den blauen Denkhut.
Der weiße Denkhut steht für Fakten, Informationen – ist also sehr emotionslos. Wenn dieser Denkhut getragen wird, geht es um die Sammlung von Informationen und offenen Fragen.

Anschließend wird der rote Denkhut aufgesetzt. Jetzt geht es um Gefühle, persönliche Meinungen, Intuition. Wichtig dabei ist, diese ohne Begründung äußern zu dürfen.

Nach Sammlung der Informationen und offenen Fragen sowie der Beachtung der Gefühle geht es nun um die Kreativität. Was ist möglich? Welche Wege sind bisher noch nicht beschritten worden? Welche bisherigen Ideen können an die aktuelle Situation angepasst werden und dadurch umsetzbar werden?

In der grünen Phase leuchten die Augen, sprießen die Ideen, kommt Bewegung in die Gruppe.

Dann wird es Zeit für eine Vorauswahl: Welches Thema / Welche Themen wollen wir hier und heute näher bearbeiten?

Diese Auswahl ist die Grundlage für die weiteren Schritte. Denn jetzt kommt der gelbe Denkhut, mit dem Vorteile, Chancen, Träume und Ziele ins Visier genommen werden.

Sind alle gelben Fragen geklärt, kommt nun noch der Gegencheck: Der schwarze Denkhut steht für Nachteile, Risiken und Gefahren. Dieser ist ebenso wichtig wie alle anderen, weil er vor überstürzten Handlungen schützt und die Realisierbarkeit überprüft.

Der blaue Denkhut der Moderatorin / des Moderators kommt zwischendurch immer wieder zum Einsatz. Mit ihm wird der Übergang von einer zur nächsten Phase angeleitet und zum Abschluss eine Zusammenfassung angeboten.

An meinem eigenen Beispiel ist mir wichtig geworden, nach dem Durchgang aller Denkhüte auf jeden Fall noch einmal zu wechseln. Vorher hatte ich mit viel Begeisterung meine Informationen gesammelt, meine Gefühle gespürt, meine Ideen entwickelt und das Best-Case-Szenario durchgedacht. Bei der längeren Beschäftigung mit den Risiken und Gefahren wurden meine Gefühle plötzlich einengend und bedrohlich. Für mich war es wichtig, noch einmal rot und grün heran zu ziehen, um die Motivation wieder in Schwung zu bringen.

 

 

Denkhüte nach de Bono
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