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„Das sagt einem doch der Hausverstand!“ ist ein beliebter Satz, wenn es darum geht, dass andere doch gefälligst so denken und handeln sollen wie man selbst. Darin spiegelt sich auch gleich die Abwertung der anderen und die Erhöhung der eigenen Person wider.

Wie oft äußern Sie Ihre Meinung oder fragen konkret um etwas, das Sie gerne haben möchten? Oder gehören Sie zu der Gruppe, die meint, die anderen würden schon drauf kommen, wenn sie nur mal ihren Hausverstand benutzen würden?

Wenn jemand mit einem Problem aus dem beruflichen Bereich zu mir ins Coaching kommt, erlebe ich immer wieder, dass von der eigenen Wahrnehmung ausgegangen und vieles erwartet wird, das andere so gar nicht erfüllen (wollen). So kommt es ganz schnell zu Kränkungen, Unverständnis bis hin zu Kündigungsabsichten. Besonders die aufopferungsbereiten, alle Arbeiten sehende Personen leiden sehr, wenn sie wieder einmal alles erledigen und sich dann darüber ärgern, dass sie alles alleine machen müssen.

Doch warum beklagen und nicht mit den anderen sprechen? Oft wissen die nämlich gar nichts davon, dass Sie der Grund für Ärger sind!

Jede/r handelt so, wie es die eigene Wahrnehmung zulässt. Mir hilft es in solchen Situationen sehr, wenn ich davon ausgehe, dass jede Person eine gute Absicht hinter ihrem Handeln oder Nicht-Handeln hat. Auch meine eigenen Aktionen sind für andere sicher oft ungewöhnlich, schwer nachvollziehbar oder auch völlig daneben. Doch aus meiner Sicht machen sie durchaus Sinn.

Wo können Sie einen Schritt zurück treten und die Situation quasi aus der Distanz betrachten, wie eine neutrale Person?

Was verändert sich dadurch in Ihrer Haltung?

Und welche Folgen hat das auf Ihr Verhalten?

Das sagt einem doch der Hausverstand
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